Zurück zu Faule-Schweine.com

Facharbeit über Börse und Aktien

direkt zum Börse Forum - Aktien DAX

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung/Vorwort
2. Börse und ihr Einfluss auf eine Volkswirtschaft
2.1. Die Geschichte der Börse
2.1.1. Wie fing alles an?
2.1.2. Wann gab es die erste mit Heute vergleichbare Börse?
2.2. Börse – Heute
2.2.1. Was macht sie überhaupt? Allgemeine Infos( Know-How)
2.2.2. Psychologie–Glauben–Spekulation–Einfluss der Presse
2.2.3. Was ist an der Börse zur Zeit der Weltwirtschaftskrise gelaufen?
2.3. Die oben genannten Möglichkeiten übertragen auf Firmenbeispiele
2.3.1. Wann hat die Börse Schuld an einem schlechten Kursverlauf (Telekom)?
2.3.2. Wann hat die Firma Schuld an ihrem Kurstief (Pro7 Sat1 Media AG; Kirchmedia AG)?
2.3.3. Unter welchen Bedingungen lauft es auf beiden Seiten prima?
3. Fazit


1. Einleitung

Auf den folgenden Seiten versuche ich die Börse unter die Lupe zu nehmen und ausführlich zu erklären, wie sie funktioniert und welche Funktionen sie in einer Volkswirtschaft hat, bzw. welchen Einfluss sie auf eine Volkswirtschaft ausübt. Das habe ich, so denke ich, auch geschafft und in einem einfach lesbaren Text wiedergegeben. Nur an der Originalgliederung musste ich aus Gründen des, sonst wiederkehrenden, Inhalt etwas abändern. Durch diese Abänderung ist kein Inhalt abhanden gekommen und die Arbeit ist dadurch auch logischer aufgebaut.

2. Börse und ihr Einfluss auf eine Volkswirtschaft

2.1. Die Geschichte der Börse

2.1.1. Wie fing alles an?

Das erste Börsentreffen, das in den Geschichtsbüchern festgehalten wurde, fand, im 15. Jahrhundert, im belgischen Brügge statt. Dort fand auf dem Marktplatz „ter buerse“ ein regelmäßiges Treffen von italienischen Händlern und Kaufmännern statt die, die Absicht hatten ihr Geld zu vermehren. Der Platz, und somit auch die heutige Börse, erlangte seinen Namen dadurch, dass ein Kaufmann mit dem Namen „ter buerse“ direkt am Platz wohnte.
Doch Börsen sind nicht einfach aus dem Nichts entstanden. Ihre Vorgänger waren „[...] Warenmärkte und –messen [...]“ auf denen ebenfalls reger Handel betrieben wurde. Nun fragt man sich, warum man nicht bei dem System der Märkte geblieben ist, aber das ist ganz einfach erklärt. Da diese Messen und Märkte unregelmäßig oder gar selten stattgefunden haben und die Qualität und Lieferbarkeit, wegen des Schifftransports, der Waren auch noch zu Wünschen übrig ließ, war es vorher nicht möglich gewesen, ein geregeltes und somit funktionierendes Börsensystem aufzubauen. Da sich mit der Zeit diese Umstände erheblich verbesserten und man sogar von einer gut einschätzbaren Lieferzeit und einer gleich bleibenden Qualität der Waren reden konnte, war es nun möglich, sich regelmäßig zu treffen und einen gut funktionierenden Handel zu betreiben.
Wie aus der Geschichte bekannt ist, bezahlte man früher in einer Stadt mit eigens geprägten Gold- oder Silbermünzen. Dies erwies sich beim überregionalen Handel aber als großer Nachteil, da so praktisch jeder seine eigene Währung mit sich herum trug. Wären diese geldlichen Probleme nicht, so würde immer noch das Problem des Gewichtes des Geldes eine große Rolle spielen. Wollte ein Kaufmann eine ganze Schiffsladung Orangen kaufen, so hätte er Kilo schwere Säcke mit sich herumtragen müssen. Die Lösung des Problems wurde durch den Geldwechsler gegeben. Er nahm das viele Gold an sich und gab dem Kunden einen Wechsel dafür. Der Wechsel war ein Stück Papier auf dem der Goldwert notiert war und mit dem man bezahlen, bzw. tauschen konnte. Die Vorteile von einem Wechsel waren, dass er weniger wog, als das Gold und schon „[...] die Unterschiedlichkeit verschiedener Währungen [..]“ ausglich. Der Wechsel war sogar so erfolgreich, dass es ihn, wenn auch in leicht abgeänderter Form, heute noch gibt.
Mit dem Begriff „Börse“ darf sich die „Brügger Börse“ nicht wirklich schmücken, da sich auf ihr nur italienische Händler trafen.

2.1.2. Wann gab es die erste mit Heute vergleichbare Börse?

Die erste mit Heute vergleichbare Börse entstand 1460 in Antwerpen. Es war „[...] nicht nur ein Treffpunkt für eine kleine Gruppe von Händlern [...]“ wie in Brügge, sondern es handelten viele Kaufmänner unterschiedlicher Nationen miteinander. Hauptsächlich wurden auf ihr Gewürze verkauft, doch einige Zeit später verlor sie einen großen Teil ihrer Bedeutung an die neu entstandene Amsterdamer Börse. „[...] Die Amsterdamer Börse gleicht(glich) unter vielen Aspekten einer modernen Wertpapierbörse [...]“ . Da Amsterdam im 16./17. Jahrhundert die Finanzmacht in Europa war, verhalf eine große koloniale Ausbreitung der Seemächte England, Spanien, Portugal und Niederlande ihr zu einer sehr großen Bedeutung. Aus diesem Wirtschaftwachstum resultierten mehrere Gründungen von Handelsgesellschaften, z.B. „[...] die englische oder die niederländische ostindisch Kompanie [...]“ , kurz die „V.O.C.“ .
Auf Grund des starken Wachstums der Handelsmarinen, folgten Konkurrenzkämpfe unter den so entstandenen Handelsflotten. Sechs solcher konkurrierenden Firmen haben den entscheidenden Schritt getan. Sie haben sich zusammengeschlossen und die Vereinigte Ostindische Kompanie gegründet. Diese war nicht irgendeine Firma, nein, sie stellte die erste Aktiengesellschaft dar. Diese Gruppe verkaufte als erste Firma Anteile ihrer Firma in Form von Aktien. D.h., jeder, der Anteile an dieser Firma erwerben wollte konnte zu ihr hingehen, ihr Geld geben und wurde als Teilhaber in ihr Aktionärsbuch eingetragen. Das Geld, welches die Chefs der Firma durch die Teilhaber erlangt haben, konnten sie in ihre Firma reinvestieren, um zu expandieren und somit wieder mehr Gewinn zu machen. Die Teilhaber hatten den Vorteil, dass sie am Ende jedes Jahres eine Gewinnausschüttung bekamen. Diese richtete sich nach Höhe des investierten Betrags und ob die Firma in diesem Jahr erfolgreich war oder nicht. Diese profitable Form des Geldanlegens gibt es noch heute und wird auch von vielen Menschen eingesetzt. Auch in Deutschland gab es den Entstehungsprozess vom unregelmäßigen Markttreff zur geregelten Börse. Wie auch erwartet fanden diese Börsengründungen in den damaligen Kaufmannsstädten statt. Wie z.B. Nürnberg, Köln, Hamburg, Frankfurt oder Berlin. Die Kölner Börse hat sich aufgelöst und ist zu der, heute allseits bekannten, Düsseldorfer Börse geworden. Dafür, dass Frankfurt heute die wichtigste deutsche Börse ist, ist die lange Bankentradition der Stadt verantwortlich, denn schon seit dem 14. Jahrhundert versuchten dort Makler ihr Geld zu verdienen.

2.2. Börse – Heute

2.2.1. Was macht sie überhaupt? Allgemeine Infos( Know-How)

Am heutigen Börsenmarkt sieht man keine Leute mehr, die mit ihren Orangen einen Stand aufgebaut haben und die Qualität ihrer Ware anpreisen. Aller höchstens saust der Kaffeeverkäufer durch die Reihen der Börsen und entschuldigt die Qualität seines Schnellkochkaffees. Dieses verschwinden der alten Marktstände hat mehrere Ursachen. Einerseits kommt man, bei den hohen logistischen Leistungen der Lufttransportunternehmen, immer an eine Frucht, z.B. im Supermarkt. Sogar dann, wenn auf unserer Erdhalbkugel Winter ist. Andererseits hat es sich mit der Zeit immer mehr gelohnt Aktien zu kaufen und zu verkaufen, da Unternehmen immer größer wurden und nach der Erfindung der Dampfmaschine (1769), zur Zeit der Industriellen Revolution, tausendfach aus der Erde sprossen. Manch einer hat sich dabei eine goldene Nase verdient. Betrachtet man sich die Erfolgsaussichten jeder, heute möglichen, Anlagemöglichkeit genauer, so sieht die „Aktienmöglichkeit“ am „Preis - Leistungsstärksten“ aus:
Max Mustermann ist durch einen glücklichen Zufall an 10000 € gekommen. Nun hat er sich überlegt, dass er das Geld ja eigentlich gar nicht so dringend braucht. Also fasst er den Schluss, dass er es für schlechtere Zeiten aufheben will. Dazu verpackt er sein Geld in sein Sparschwein und schließt es, sicher versteckt, weg von jedem fremden Zugriff. Nach zwei Tagen beschließt Herr Mustermann sein Geld auf sein Girokonto zu überweisen, da es dort ebenfalls durch die Bank gesichert ist und er, wie es ihm mit Freude einfiel, ja auch noch Zinsen dafür bekommt. Herr Mustermann erinnert sich. Er bekommt 0,5% Zinsen, das wären 50 € für ihn im Jahr gewesen. Aber Herr Mustermann findet, dass das zu wenig Geld für ein Jahr ist und beschließt nach kurzer Überlegung wieder zu seiner Bank zu gehen. Diesmal hat er sein Sparbuch mitgebracht, auf das er 2% Zinsen bekommt. Er rechnet und bekommt 200 € als Jahreszinswert raus. Damit gibt sich Herr Mustermann zunächst zu Frieden, will sich aber über bessere Alternativen informieren. Am nächsten Tag bekommt er von seinem besten Freund den Tipp das Geld in Aktien anzulegen. Mit denen seien unter Umständen Kursgewinne von über 100% zu machen. Die große Kehrseite des Ruhmes sei aber das hohe Risiko, was man dabei eingehen muss. Denn es kann unter Umständen sein, dass die Aktie auch um mehr als 50% fällt. Herr Mustermanns Kollege hat in ihm großes Interesse geweckt und er beschließt am nächsten Tag zur Bank zu gehen und sich zu informieren.
Herr Mustermanns Kollege hat recht. Mit Aktien lässt sich, richtig angelegt, am schnellsten Geld verdienen. Aber auch lässt es sich damit am schnellsten wieder verlieren. Warum eigentlich? Um diese Frage zu beantworten muss man sich die ganze Sache genauer unter die Lupe nehmen. Wie oben schon herausgestellt ist die „[...] ursprüngliche Idee der Aktie [...]“ , „[...] die der Unternehmensbeteiligung [...]“ . Die Aktien werden heute aber nicht mehr wie früher in Form von Bescheinigungen („Tafelaktien“) ausgeteilt, sondern sie existieren, wie das meiste Geld heutzutage, nur virtuell, d.h. im Computer. Aktien werden Stückweise gekauft. Um überhaupt solch eine virtuelle „Bescheinigung“ besitzen zu können, muss man zu einer Bank gehen, und sich dort ein Konto dafür eröffnen lassen. Dieses Konto wird Depot genannt. Mit diesem Depot, und natürlich mit Geld, lassen sich dann Aktien kaufen. Bevor man Aktien kauft sollte man sich vorher mit dem Markt vertraut machen, um einen Gesamteindruck zu erlangen und besser urteilen zu können. Wie schon in der Vergangenheit ist der Aktienmarkt nicht ein einziger großer Handelsplatz, sondern teilt sich in verschiedene kleine Märkte, die um den gesamten Globus herum verteilt sind, auf. Zum Beispiel hat jedes Land „seinen“ eigenen Marktplatz. „Seinen“ ist nicht ganz richtig, da, auch Aktienhändler aus dem Ausland Aktien auf diesem Markt kaufen können. Beispiele für Aktienmärkte wären, der DAX für Deutschland, der Dow-Jones-Index für die U.S.A. oder der Nikkei-Index für Japan. Wie man aus diesem Verlauf schon sieht, so wird 24 Stunden am Tag an der Börse gehandelt. Diese „Landesbörsen“ sind außerdem noch in verschiedene Indizes aufgeteilt. Nehmen wir den DAX als Beispiel. Er ist in den „Index 30“, „Index 50“ und den MDAX aufgeteilt. Ein solcher Index, z.B. der DAX 30, führt „30 Aktien führender deutscher Unternehmen“ auf. Der DAX stellt außerdem, mit seinem guten oder schlechten Kurs, den deutschen Markt repräsentativ nach Außen dar und soll für eine gute Transparenz für ausländische Unternehmen sorgen. Beispiel: Ist der deutsche Markt stark am Expandieren, so macht sich das auch im Kursverlauf des DAX bemerkbar. Sieht dies nun eine ausländische Firma, die sowieso gerade expandieren wollte, so wird sie sich überlegen ob sie eine Zweigstelle in Deutschland eröffnet, um aus der gut laufenden Wirtschaft Profit zu machen. Neben diesen, für jedes Land repräsentativen Märkten, gibt es noch die landesunabhängigen Märkte. Einer von ihnen ist der „Neue Markt“, der NEMAX (Neuer-Markt-Index). Auf ihm gibt es Firmenaktien unterschiedlicher Nationalitäten und aus verschiedenen Ländern. Außerdem hat der NEMAX eine weitere Besonderheit, von der auch ein wenig sein Name abstammt. Auf ihm wird nur mit Technologie- und Biotechwerten gehandelt. Die Zukunft des NEMAX liegt deshalb noch in den Sternen, da man sich nicht einig ist wie lange noch diese Firmen einen besonderen Einfluss, bzw. Gewinn abwerfen. Außerdem besitzt jeder Markt einen Punktewert. Oft hört man Abends, in den Nachrichten, dass der DAX um ein paar Punkte gefallen oder gestiegen ist. Je nachdem ist dies gut oder schlecht. Generell gilt die Regel, wenn die deutsche Wirtschaft in einem Jahr wächst, so steigt auch der DAX. Der Punktewert dient der repräsentativen Darstellung des DAX. So kann es zum Beispiel sein, dass die Börse des Landes X einen Börsenstand von 200 hat, weil kaum starke Firmen in dem Land sind und die Börse des Landes Y einen Börsenstand von 5200 hat, weil es nur so von gewinnmachenden Firmen übersäht ist. Diese Punkteverteilung über den gesamten Globus betrachtet zeigt nun, wo eine besonders starke Wirtschaft existiert und wo nicht. Somit hat die Wirtschaftsentwicklung eine rückwirkende Beeinflussung, über die Börse, auf sich selbst. Also heißt das theoretisch, wenn die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland in einem Jahr stark wächst, somit wächst auch der DAX, so wird der „Siedelraum Deutschland“ für ausländische Firmen im kommenden Jahr auch attraktiver. Eigenwerbung für „lau“ sozusagen.

2.2.2. Psychologie – Glauben – Spekulation – Einfluss der Presse

Betrachtet man nun Aktien wieder genauer, so gibt es zwei unterschiedliche Wege mit ihnen Gewinn zu machen. Die Wahl der Arten hängt von der Person ab, die ihr Geld an der Börse vermehren will.
Ist sie schreckhaft und trägt Sorge darum, dass ihr Geld auf einen Schlag weg ist, so sollte sie in Aktienfonds investieren. Ein Aktienfond ist ein Angebot von einer Bank oder einem Fondmanager, das Geld in Aktien zu investieren. Das heißt jetzt nicht so wie die Privatperson es machen würde, in zwei oder drei verschiedene Aktien zu investieren, sondern ein Manager oder eine Bank investiert in einen sehr breiten Fächer von Aktien. Wenn unter diesem breitem Aktiensortiment nun eine Aktie einen sehr starken Kurseinbruch erfährt, so wird der Fall des Depotwertes, der Wert aller Aktien zusammen, durch die große Anzahl der anderen Aktien abgeschwächt. Haben, neben der gefallenen Aktie, einige Aktien auch noch einen überdurchschnittlichen Kurszuwachs, so wird der einstige Fall des Depotwerts sogar zum plötzlichen „Aufsteiger“. Eine weitere Eigenschaft des Aktienfonds ist, dass er meistens eine vertragliche Laufzeit hat, z.B. von fünf Jahren. Am Ende jedes Jahres werden außerdem, zu den „normalen“ Kurszuwachs, noch bei einigen Aktienpapieren Dividenden ausgeschüttet. Dies sind kleine Geldbeträge, die der Besitzer der Aktie bekommt, wenn die Firma der Aktie Gewinn gemacht hat. Je nach Gewinn pro Jahr können diese Ausschüttungen höher oder gar nicht ausfallen. Manchmal wird das Geld auch als Reinvestition verwendet, damit die Firma, z.B. durch Maschinenverbesserung, das nächste Jahr einen höheren Gewinn macht.
Der mutigere, etwas risikobereitere Anleger hat, im Gegensatz zum Fondinvestor, die Möglichkeit, neben den Divisen, einen enormen Kursgewinn oder Kursverlust zu machen, da er ja nur auf eine Aktie setzt und von ihrem Verlauf abhängig ist. Diese Art von Gewinn machen nennt sich „spekulieren“, da der Anleger ja nicht direkt in die Zukunft sehen kann, sondern nur denkt, dass die Firma bald sehr viel Gewinn macht und somit der Firmenanteil an ihr, sprich die Aktie, mitsteigt. Doch bevor ich auf die vielen möglichen Gründe der Kursänderungen komme, versuche ich zunächst zu erklären, wie der Kurs überhaupt zustande kommt.
Wie jeder weiß ist der Kurs einer Aktie auch gleich der Preis zu dem man die Aktie kaufen muss. Der Preis ergibt sich, wie jeder Preis einer Ware, aus dem Angebot- und Nachfrageverhältnis. So stellt er sich daraus zusammen, zu welchem Preis der Aktienbesitzer bereit ist zu verkaufen und der Käufer bereit ist zu kaufen. Verkäufer und Käufer müssen sich so praktisch auf einen Preis einigen. Würden die Besitzer und Käufer versuchen das unter sich zu regeln, so würde der Markt viel zu schleppend verlaufen. Die Lösung des Problems stellt der „amtliche Makler“ dar. Er sammelt alle unterschiedlichen Preise die, die Käufer und Verkäufer bereit sind zu akzeptieren, und trägt sie in eine Liste ein. Hat so, z.B., ein Käufer die Preisvorstellung 10 € für die Aktie und der Verkäufer 11 €, so bestimmt der amtliche Makler den Kurs mit seiner Liste und dem Mittelwert beider Preise. Diese Liste mit den verschiedenen Preisvorstellungen wird Skronto genannt. So kommt der Makler nun auf einen Einigungspreis von 10,50 €. Liegt die Preisvorstellung beider Parteien zu weit auseinander, so kann an manchen Tagen mit diesem Wertpapier nicht gehandelt werden.
Natürlich gibt es nicht nur zwei Käufer oder Verkäufer pro Tag, sondern Tausende, vielleicht sogar Hunderttausende. Würde nun nur der Mittelwert mehrer Preisvorstellungen für den Kurs einer Aktie verantwortlich sein, so würde sich mit der Zeit die Aktie auf einen fast konstanten Kurs einpendeln. Nun gibt es aber manchmal heftige Kurschwankungen. Daraus kann man eigentlich nur noch schließen, dass die Gesamtheit der Preisvorstellungen sich entweder zum Guten oder zum Schlechten hin ändert. Sogar Kurssprünge, an einem Tag, von 100% sind möglich. Also muss irgendetwas für die Veränderung des Glaubens, der Händler, verantwortlich sein. Es muss einen Grund dafür geben. Dieser heißt Psychologie. Ein Mann hat mal gesagt: „Ein weiser Mann, alleine, verhält sich immer klug und durchdacht, wohingegen tausend kluge Männer, auf einem Haufen, sich nach einem Gefühl richten.“. Dieses Gefühl ist bei allen Menschen dann das Gleiche und führt zur Massenhysterie. Ein Beispiel dafür ist der Feueralarm. Alle wollen panisch, von der Angst getrieben, aus dem gerade mal „ein-Mann-breiten“ Ausgang, gleich zu dritt raus. Dabei behindern sie sich und anstatt flüssig durch den Durchgang zu kommen, geschieht das immer nur „tröpfchenweise“ oder „schwallweise“. Dieses Beispiel lässt sich gut auf die Börse übertragen. Kommt zum Beispiel eine schlechte Stimmung an einem Börsentag auf, so verkaufen alle Händler, wie von einer Hummel gestochen, ihre Wertpapiere und der Kursverlauf der jeweiligen Börse fällt ins Bodenlose. Wie man sieht hängt vieles von der Stimmung auf dem Börsenparkett ab. Diese Stimmung kann durch viele Faktoren verändert werden. So kann, z.B. die Presse, eine Nachricht, online, in der Zeitung oder im Fernsehen, veröffentlichen, worauf sich die Stimmung ändert. Diese leichte Beeinflussbarkeit der Börsianer machen sich manche Firmen manchmal zu nutze und geben Falschnachrichten nach außen ab. Die Zeitung druckt diese „Enten“ dann ab und der Börsenkurs der jeweiligen Firma schnellt in die Höhe. Allerdings ist diese Art von Gewinn machen verboten und bringt meist hohe Geldstrafen, für die jeweiligen Firmen, mit sich. Ein weiterer Faktor kann auch eine Konjunkturprognose darstellen. Sagt ein Land, dass Momentan von einer Rezession beherrscht wird und sie in nächster Zeit auch nicht behebbar ist, so ist an der Börse, vermutlich, ebenfalls eine schlechte Stimmung. Diese Beeinflussung der einzelnen Aktienkurse durch Nachrichten kann schlechte Folgen haben, muss aber nicht. So lautet zum Beispiel die Strategie einiger Börsianer: „Buy on bad news“, „Kaufe bei schlechten Nachrichten“. D.h., eigentlich nach schlechten Nachrichten, denn man kauft erst dann die Aktie, wenn die Masse ihre Aktien verkauft hat, und somit denn Kurs der Aktie nach unten gedrückt hat. Der Aktionär sagt sich dann, dass es gar nicht mehr schlechter werden kann und hofft auf einen Wiederanstieg der Aktie. Wenn die Firma dann allerdings pleite macht, so hat der Spekulant, eine Person die auf einen Sprunghaften Kursanstieg spekuliert, Pech und hat all sein investiertes Geld verloren. Diese Strategie wird von vielen Kaufmännern angewendet und ihre Folge kann sein, da sich der Preis ja aus Angebot und Nachfrage zusammensetzt, dass sich der Kurswert der Aktie, meist schon direkt am nächsten Tag, wieder auf ihren Ursprungswert zurückkehrt. Es kann aber auch den Fall geben, dass sich bei schlechten Nachrichten an einem Aktienkurs überhaupt nichts tut, obwohl er, der Logik nach, eigentlich fallen müsste. Dies lässt sich dann nur mit der langfristigen Kursprognose oder mit einer Gewissen Sympathie zu einzelnen Aktien oder ganzen Aktienindizes erklären. Da die langfristigen Tendenzen, bei bestimmten Kursen, z.B. bei IBM, klar absehbar waren, d.h. ein klarer Anstieg an Personalcomputerverbrauch, und auch immer noch sind, lassen sich solche Kurse nicht gravierend beeinflussen. Es sei denn die Firma stellt einen Insolvenzantrag, was bei einem derart konstanten Kursverlauf aber nie, von einem auf den anderen Tag, passieren kann, da die Firmen zur Transparenz gegenüber ihren Aktienteilhabern verpflichtet sind. Die angesprochene Sympathie gegenüber einer Aktie kann verheerende Folgen haben. Der NEMAX schnellte nach seiner Entstehung sprungartig in die Höhe, bis alle Leute merkten, dass eigentlich die Aktien der Firmen viel zu hoch gehandelt werden, da die Firmen gar nicht so viel Gewinn machen konnten, wie ihre Aktienkurse es sagten. Daraufhin verkauften die Anleger ihre Anteile und die Kurse fielen, fast ins Bodenlose. Die Folge aus den vielen Verkäufen war, dass viele Firmen einfach Bankrott gingen und dies aus einem einfachen Grund. Da die Firmenleiter sich dachten, dass ihre Firma noch sehr lange Zeit, sehr hohe Kurse hat, brachten sie immer mehr Anteile ihrer Firma, in Form von Aktien, auf den Markt als sie eigentlich verantworten konnte. Übertrieben ausgedrückt hatten sie mehr „Aktie“ als Firma auf dem Markt. Die Leiter haben darauf spekuliert, dass der Glaube an ihre Firma weiter anhält. „Daraus“, haben sich die Manager gedacht, „machen wir schnell Gewinn und gleichen die Relation zwischen Aktienanteil und Realanteil der Firma in der nahen Zukunft, durch Expansion, wieder aus.“. Diese Strategie ging aber nach Hinten los und die Folge aus der Misere war, dass viele Firmen pleite gingen.

2.2.3. Was ist an der Börse zur Zeit der Weltwirtschaftskrise gelaufen?

Etwas ähnliches ist zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, in den Jahren 1929 bis 1933, abgelaufen. Zwischen 1927 und 1929 herrschte in den USA ein solcher Konjunkturoptimismus, dem fast jeder Aktionär verfiel, dass sich die Kurse der meisten Aktienkurse fast verdoppelten. Am Freitag, dem 25. Oktober 1929, war es dann endlich soweit. Es kam zum totalen Börsencrash, mit der Folge eines Konjunktureinbruchs. Aus diesem Grund wird dieser Freitag „Schwarzer Freitag“ genannt. Daher rührt auch das Sprichwort: „Schon wieder einer dieser schwarzen Freitage.“. Komisch ist nur, dass es dann auch benutzt wird, wenn gar kein Freitag ist. Die Ursache dafür ist einfach nur die, dass gleich mehrere Kurse an einem Tag, wie aus heiterem Himmel, eingebrochen sind. Dieser Konjunktureinbruch hatte zur Folge, vor allem für Deutschland, dass die USA ihre Kredite, die sie größten Teils Deutschland zur Erfüllung der Reparationen geliehen hatte, sofort zurückhaben musste, um wieder einigermaßen Geld in den Kassen, für Konjunkturprogramme zu haben. Das hatte wiederum Konsequenzen für Deutschland, wo wir wieder bei dem Einfluss der Börse auf eine Volkswirtschaft sind. In Deutschland konnten sich so Firmen, ohne ihren Kreditrückhalt, nicht mehr halten und gingen bankrott. Das hatte die Folge, dass viele Leute ihre Arbeit verloren und somit „auf der Straße standen“. Diese hohe Arbeitslosigkeit trägt noch eine Menge von Folgen nach sich, wie z.B. eine steigende Inflationsrate oder ein rückläufiges Bruttosozialprodukt. Diese tragen auch noch Folgen mit sich, die zu erklären läge aber außerhalb der Absicht meiner Arbeit.

2.3. Die oben genannten Möglichkeiten übertragen auf Firmenbeispiele

2.3.1. Wann hat die Börse Schuld an einem schlechten Kursverlauf (Dt. Telekom)?

Der Aktienverlauf der Deutschen Telekom ist sehr einfach zu beschreiben. Das heißt, wenn schlechte Nachrichten über die Deutsche Telekom, die Tochter T-Online oder andere Firmen, an denen die Deutsche Telekom einen großen Anteil besitzt, erscheinen, sinkt der Kurs. Genauso ist es andersherum, wenn gute Nachrichten kommen, dann steigt der Kurs. Somit passt die Telekom in das „Logisches Handeln“ – Modell. Denn wenn schlechte Nachrichten über eine Firma auf den Markt kommen, die besagen oder damit ausdrücken wollen, dass der Gewinn, der von der Firma in einem Jahr gemacht wird zurückgeht, dann verliert ja so gesehen auch die Firma an Wert und in diesem Zusammenhang auch ihre Aktie an Wert. Dieses logische Kombinieren von Tatsachen wird von den meisten Aktienhändlern ausgeführt und da diese praktisch das „Volk“ der Börse sind, bestimmen sie auch wo es entlanggeht.

2.3.2 Wann hat die Firma Schuld an ihrem Kurstief (Pro7 Sat1 Media AG; Kirchmedia AG)?

Die Firma trägt nur dann selber die Schuld an ihrem Kurstief, wenn sie ein starkes Fehlmanagement abgeliefert hat. Das ist dem Medienkonzern Kirchmedia, der durch seinen Gründer, Leo Kirch, zu seinem Namen kam, passiert. Die Kirchmedia AG hat einen sehr hohen Kredit aufgenommen, um das eigene Imperium schnell expandieren zu lassen. Sie gründete den Pay-TV-Sender Premiere World und sicherte sich viele kostenhohe Rechte von Spielfilmen. Zudem sicherte sich die Gesellschaft die Fußball Bundesligarechte und die Ausstrahlungsrechte der Fußball-WM 2002. Die Firma hat sich aber verkalkuliert. Sie hat damit gerechnet, dass je mehr Leute die Bundesliga gucken, je mehr würden auch dafür bezahlen, ein Bundesligaspiel live im Fernsehen anzugucken. Das selbe hat sich die Firma bei Filmen gedacht. Warum zur Videothek fahren und ausleihen, wenn man sich den Wunschfilm, von Zuhause, vom Sofa aus, angucken kann. Damit wollte diese Firma Kunden anlocken. Diese kamen aber nicht. Deswegen steckt der Konzern jetzt in einer finanziellen Krise und somit ist ihr Aktienkurs am Boden.

2.3.3. Unter welchen Bedingungen lauft es auf beiden Seiten prima?

Es ist ganz kurz und knapp erklärt, wann eine Firma einen guten Kursverlauf an er Börse vorweisen kann. Sie muss eine solide, finanzielle Absicherung haben, um nicht zum „Risikokandidaten“ zu werden. Ihre Geschäftsidee muss Zukunft haben und pro Jahr einen großen Gewinn abwerfen, den sie teilweise als Divisen ausschüttet, und teilweise wieder in sich investiert, um zu expandieren. Wenn das alles klappt, so steht einem guten Börsenauftritt so gut wie nichts mehr im Wege.

3. Fazit

Insgesamt kann man zur Börse sagen, dass sie hauptsächlich von der Psychologie und weniger von den Fakten kontrolliert wird. Sicher spielen die Fakten auch eine sehr große Rolle, aber ich glaube, dass ich in den oberen Texten deutlich genug erklärt habe, dass die Börse mehr von dem Glauben, an denen die Aktienhändler festhalten, geleitet wird, als von den puren Fakten.

!!!Nachtrag!!!: Der NEMAX heißt nun TecDax

© Florian Langer
© Faule-Schweine.com Partner: Cartoons , Homepage , Suchmaschinen Optimierung , gebrauchtwagen